Augsburger Allgemeine
Statements zu konkreten Themen
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BILDUNG Wie können die vielen Herausforderungen im Augsburger Bildungssystem gemeistert werden?
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Kinder und Familien stelle ich in den Mittelpunkt. Um moderne Bildungsorte zu schaffen, haben wir seit 2020 mehr investiert als jede Stadtregierung davor: 322 Mio. Euro. Wir haben 2.200 neue Kitaplätze geschaffen – so viel wie noch nie. Für mehr Chancen für alle setzen wir diesen Weg fort. Wir bauen den Sanierungsstau weiter ab, treiben den Ausbau von Kita und Ganztag voran, eröffnen die neue Johann-Strauß-Grundschule, realisieren die neue Realschule im Augsburger Osten, freuen uns auf die Schule im ehemaligen Karstadt und mit Max 59 auf das neue Wohnzimmer für Jugendliche und Senioren in der Innenstadt. Kita und Schule haben Priorität – jetzt und in Zukunft!
MOBILITÄT Mobilitätswende oder „weiter so“ – wofür stehen Sie?
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Wir wollen Mobilität für alle klima- und sozialgerecht gestalten. Die Zeit ist reif für die Mobilitätswende! Auf dem Weg dorthin haben wir schon einiges erreicht: viele neue Tempo-30-Bereiche, 17 km neue Fahrradstraßen und Radwege wie in der Hermanstraße, die Linie 3 nach Königsbrunn und den neuen Hauptbahnhof. Es liegt aber noch Wegstrecke vor uns. Im ÖPNV brauchen wir wieder mehr Zuverlässigkeit, einen dichteren Takt und müssen das Straßenbahnnetz weiter ausbauen. Der Radvertrag war ein Gewinn für Augsburg. Die konsequente Förderung des Radverkehrs setzen wir fort. Für uns gilt weiterhin: Wir bauen gefährliche Stellen im Augsburger Verkehr um, führen Schulstraßen ein, senken das Fahrtempo und gehen mit Vision Zero voran: Keine Verkehrstoten mehr in Augsburg!
UMWELT Tut Augsburg genug, um dem Klimawandel zu begegnen?
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Klimaschutz entscheidet sich vor Ort – auf unseren Straßen, Plätzen und Dächern. Klimaschutz denken wir dabei immer mit wirtschaftlicher Entwicklung und sozialer Gerechtigkeit zusammen. In den letzten Jahren sind wir in Augsburg gut vorangekommen. Es gibt den Augsburger Energiestandard, Solarpflicht, Förderprogramme, Hitzeaktionsplan und Wärmeplan. Wir passen uns an den Klimawandel an, setzen Klimainsel und Klimaoasen um und haben unsere Stadt seit 2021 mit rund 3.000 Bäumen begrünt. Auf diesen Erfolgen dürfen wir uns aber nicht ausruhen. Wir müssen beharrlich weitermachen und mutig sein. Augsburg muss grüner, kühler und widerstandsfähiger werden. Für die Zukunft unseres Planeten und für uns Menschen!
WOHNEN Wie packen Sie den Wohnungsmangel an und sorgen für bezahlbares Wohnen?
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Wohnen ist eine der zentralen sozialen Fragen unserer Zeit. Mehr Wohnraum schaffen wir, indem gute Konzepte und Ideen bei städtischen Grundstücksvergaben gewinnen, Genossenschaften wie Wohnbaugemeinschaften unterstützt werden und die Wohnbaugruppe weitere Wohnungen baut. Auch mit einer städtischen Umbauberatung und Homeshare schaffen wir mehr Wohnraum. Wir unterstützen junge Menschen in der Ausbildung und richten ein Azubiwerk und einen Wohnungskautionsfonds ein.
Unnötig leere Räume müssen aus unserer Sicht wieder belebt werden. Mit einer Leerstandsabgabe und endlich auch einer Zweckentfremdungssatzung geben wir sie an die Menschen zurück. So gelingt es, dass alle in unserer Stadt gut Zuhause sein können.
STADTGESELLSCHAFT Welche Rolle spielt Politik dabei, den Zusammenhalt in der Stadtgesellschaft zu verbessern, und was ist Ihr Beitrag dazu?
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Aktuelle Debatten sind oft emotional aufgeladen und hasserfüllt. Viele Menschen fühlen sich damit sehr unwohl – uns eingeschlossen. Wachsende soziale Ungleichheit ist ein Motor dieser Entwicklung. Um dem entgegenzuwirken und Teilhabe zu ermöglichen, setzen wir uns u.a. für bezahlbaren Wohnraum, bezahlbare Mobilität und niederschwellige Bildungsangebote ein. Wir wollen den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserer vielfältigen Stadt stärken – durch Projekte, strukturelle Veränderungen und klare Kante gegen ausgrenzende Kräfte. Populismus und spaltende Rhetorik lehnen wir entschieden ab! Wir stehen für einen respektvollen, sachlichen Austausch, für Transparenz und Beteiligung: Gemeinsam finden wir die besten Lösungen!
WIRTSCHAFT „Was wollen Sie tun, um den Wirtschaftsstandort Augsburg zu stärken und Arbeitsplätze zu erhalten?“
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Wirtschaftliche Stärke, ökologische Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit gehören für uns zusammen. Um den Wirtschaftsstandort Augsburg zukunftsfähig und krisenfest aufzustellen und Arbeitsplätze zu sichern, müssen wir verlässliche Rahmenbedingungen für Industrie, Handwerk und Mittelstand schaffen. Wir setzen uns für eine Wirtschaftsförderung ein, die gezielt regionale Strukturen stärkt und weiterentwickelt. Mit dem Ausbau des Innovationsparks und des Uniklinikums, dem KI-Produktionsnetzwerk sowie der Start-up-Förderung schaffen wir dafür gute Grundlagen. Zudem setzen wir uns für flexiblere hochwertige Weiterbildungen und die schnellere Anerkennung ausländischer Abschlüsse ein. Eine nachhaltige Zukunft erreichen wir nur gemeinsam mit der Wirtschaft!
FAHRRAD Was tun Sie als OB-Kandidatin dafür, dass Augsburg dem Titel Fahrradstadt gerecht wird?
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Wir bauen sichere Radwege, auf denen sich auch Kinder wohlfühlen. Der Radvertrag ist ein Erfolg. Diesen Weg setzen wir fort: wir schließen Lücken im Netz, schaffen mehr Abstellplätze und sorgen dafür, dass man mit dem Rad überall zügig und geschützt ans Ziel kommt.
KINDERBETREUUNG Was tun Sie als OB-Kandidatin dafür, um angesichts hoher Kitabeiträge und fehlender Plätze Familien zu entlasten?
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Wir bauen die Kinderbetreuung weiter aus, damit jedes Kind einen Platz bekommt. Zudem machen wir uns für faire Gebühren stark. In unseren städtischen Kitas garantieren wir gesundes, regionales Bio-Essen, um Eltern im Alltag direkt zu entlasten.
JUGEND Was tun Sie als OB-Kandidatin dafür, dass Jugendliche auch im Winter kostenfreie Treffpunkte haben, an denen sie sich wohlfühlen?
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Wir schaffen Räume ohne Kaufzwang. Ein Highlight: Das Projekt „Max 59“ in der Maximilianstraße wird zum neuen Wohnzimmer für Jugendliche – ein zentraler, Ort zum Abhängen und Mitgestalten
INNENSTADT Was tun Sie als OB-Kandidatin dafür, um die Innenstadt attraktiver in Sachen Handel und Aufenthaltsqualität zu machen?
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Wir machen die City zum Treffpunkt: Mehr kostenfreie Sitzflächen, Spielgeräte und Trinkbrunnen laden zum Verweilen ohne Konsumzwang ein. Jugendliche und Familien erhalten so attraktive Orte in der Mitte der Stadt, die nichts kosten.
CLUBKULTUR Was tun Sie als OB-Kandidatin dafür, dass das Augsburger Nachtleben vielfältig und bunt für junge Leute bleibt?
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Augsburgs Clubs sind Kultur! Mit einer starken Clubkultur, mehr Fördermitteln, Fair-Ticketing und Projekten für mehr Sicherheit beim Feiern sorgen wir dafür, dass die Stadt nachts lebendig und bunt bleibt.
Sport
Wie will ihre Partei den Sanierungsstau bei den städtischen Freiluft-Sportanlagen beheben, wie im Karl-Mögele-Stadion, an der Sportanlage Haunstetten oder im Rosenaustadion (Flutlichtanlage, Betonsanierung)
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Sport ist für uns Teil der kommunalen Daseinsvorsorge. Deshalb wollen wir den Sanierungsstau bei Anlagen wie dem Karl-Mögele-Stadion, in Haunstetten oder im Rosenaustadion systematisch abbauen. Leitlinie der Sanierungsvorhaben ist der von uns vorgelegte Sport- und Bäderentwicklungsplan, der eine transparente Prioritätenliste hinterlegt. Verbindliche Zeitpläne und eine verlässliche mehrjährige Investitionsplanung statt Einzelentscheidungen nach Haushaltslage werden dazu vorbereitet. Sanierungen erfolgen nachhaltig mit energieeffizienter Technik, LED-Flutlicht und ressourcenschonender Bewässerung. Gleichzeitig unterstützen wir auch Vereine mit eigenen Anlagen verlässlich, damit sie ihre Infrastruktur erhalten können. Hier wurde der Förderbetrag für energieeffiziente Sanierungen von 30 auf 40% erhöht.
Wie will ihre Partei eine mögliche Überdachung der Bahn II des Curt-Frenzel-Stadion realisieren?
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Wir stehen zu einer Einhausung von Bahn II, die aktuell aufgrund der Haushaltsrahmenbedingungen nicht erfolgen konnte. Schlüssel dafür werden Dritt- und Fördermittel sein. Hier sind wir im Austausch mit engagierten Eishockeyprofis und möglichen Fördergebenden. Wir stehen zu einer nachhaltigen Weiterentwicklung des Curt-Frenzel-Stadions. Entscheidend bleibt für uns: Erst die grundlegende Infrastruktur sichern, dann Erweiterungen verantwortungsvoll prüfen.
Wie will ihre Partei die fehlenden Sporthallen-Kapazitäten langfristig beheben?
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Der Mangel an Hallenzeiten ist in Augsburg deutlich spürbar – im Vereins- ebenso wie im Schul- und Jugendbereich. Wir wollen deshalb zusätzliche Hallenkapazitäten schaffen, insbesondere im Zuge von Schulneubauten, und bestehende Hallen durch eine bessere Auslastungssteuerung effizienter nutzen. Dies ist bereits durch eine gemeinsame Vergabeemailadresse von Sport- und Schulseite gelungen. Darüber hinaus sind offene Hallenzeiten über die Webseite der Stadt fortlaufend aktualisiert, digital einsehbar. Grundlage dafür ist auch hier unser Sport- und Bäderentwicklungsplan, der eine langfristige Bedarfsplanung auf Basis realistischer Bevölkerungsprognosen, vorsieht. Zudem setzen wir uns dafür ein unser Pilotprojekt für die Schulturnhallennutzung auf alle Schulsporthallen zu übertragen und auch an Wochenenden konsequent für den Vereinssport zu öffnen, damit vorhandene Infrastruktur bestmöglich genutzt wird.
Wie will ihre Partei die städtischen Bäder sanieren und wie steht ihre Partei zum geplanten Neubau des Spickel-Hallenbades?
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Die städtischen Bäder sind für Schulschwimmen, Vereinssport und öffentliche Gesundheitsvorsorge unverzichtbar. Wir haben eine klare Bäderstrategie mit Priorisierung und Sanierungsfahrplan. Dazu kommen nun die notwendigen Finanzierungsabsicherungen. Der Beschluss zum Neubau des Spickelbades war ein wichtiger Meilenstein für unsere Sportstadt. Durch unsere Politik konnten die offensichtlichen Blockaden bei der Sicherung der Wasserflächen in Augsburg endlich beendet werden. Es entsteht nun ein modernes Hallenbad mit deutlich mehr Wasserfläche, dessen Planung in einem partizipativen Prozess gemeinsam mit Vereinen und Nutzer*innen entwickelt wurde. Das war uns Grüne sehr wichtig! Nach diesem Mammutprojekt kann man nun auch die weiteren Planungen gemäß Prioritätenliste anpacken, wie z.B. zu einem 50m-Meter-Becken.
Wie will ihre Partei die Vereine mit eigenen Sportanlagen in Zukunft unterstützen?
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Viele Augsburger Sportvereine mit eigenen Sportstätten tragen enorme Verantwortung.Wir unterstützen dies mit einer Vielzahl von Maßnahmen, die im Gegensatz zu anderen bayerischen Kommunen systematisch erhöht wurden. Erbbauzinsübernahme, Jugendzuschuss, Betriebs-, Energiekostenzuschuss, Investitionskostenzuschuss sind hier nur einige Stichwörter. Dass als Beispiel der Fördersatz für energetisch sinnvolle Sanierungen in dieser Periode erhöht wurde und die Vereine damit auch hier eine höhere finanzielle Unterstützung bekommen, war ein wichtiger Schritt. Wir wollen auch für die Zukunft verlässliche Zuschüsse, Unterstützung bei energetischer Modernisierung, vereinfachte Förderverfahren und Beratung bei Förderprogrammen.
Denn Sportvereine sind soziale Anker auch und gerade in den Stadtteilen. Diese Struktur wollen wir stärken. Wir werden mit Vereinen daher über die Sportstammtische in den Stadtteilen weiter im Austausch bleiben und sehen, wie wir auch im Kleinen noch besser unterstützen können.
Wie will ihre Partei den Vereinssport insgesamt fördern und unterstützen?
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In dieser Legislaturperiode war der Austausch zwischen den Vereinen und der Sportverwaltung unter Referent Jürgen Enninger in Form der regelmäßigen Sportstammtischen besonders konstruktiv und vertrauensvoll. Das wollen wir unbedingt fortsetzen und im Gespräch mit den Vereinen analysieren, wie der Sport in Augsburg insgesamt weiter unterstützt werden kann. Gerade die klar erkennbare Dienstleistungshaltung des Referats für die Vereine während der Coronazeit hat gezeigt, dass hier ein neues Miteinander auf Augenhöhe entstanden ist. Mit dieser Haltung wollen wir weiter arbeiten. Darüber hinaus wurde ein neuer Fördertopf für vereinsübergreifende Maßnahmen geschaffen, der eine Vielzahl von Veranstaltungen begleitet. Die Sichtbarkeit der Vereine hat über das Sportfest eine neue Bühne bekommen, die wir weiterentwickeln wollen. Die Förderkulisse hat eine neue Plattform über die Sportstiftung in engem Miteinander mit den Vereinen gefunden. Dies Infrastrukturmaßnahmen, Sichtbarkeitsstrategien und Förderrahmenbedingungen wollen wir weiterentwickeln.
Wie will ihre Partei den freien Sport außerhalb der Vereine unterstützen? Was gibt es für Pläne?
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Sport darf keine Frage des Geldbeutels sein und findet auch jenseits der Vereine statt, im öffentlichen Raum, auf Spielplätzen, in Form von Calisthenics -Anlagen. Wir setzen uns deshalb für eine gezielte Unterstützung einkommensschwacher Familien, für mehr Inklusion im Sport und eine starke Jugendarbeit in den Vereinen ein. Gleichzeitig wollen wir die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Sportvereinen weiter ausbauen. Denn der Breitensport ist Integrationsmotor, Gesundheitsvorsorge und sozialer Anker in unseren Stadtteilen zugleich.
Die Sportbox ist ein gelungenes Beispiel und das wollen wir in weitere Stadtteile ausweiten. Bewegungsparcours wie im Griesle schaffen Treffpunkte, an denen Sport ohne Eintrittsgelder oder Vereinsmitgliedschaft möglich ist – barrierefrei und für alle. Sport- und Umweltreferat arbeiten bereits an einem Bewegungspark an der Wertach. Wir setzen das um und wollen weitere Standorte. Außerdem sehen wir den immer mehr aufkommenden E-Sport als Teil der Sportlandschaft. Den kostenfreien Freibadeintritt für alle unter 18 in den Schulferien wollen wir sichern und verstetigen. Gerade das Projekt Mädchen an den Ball hat gezeigt, wie ein niedrigschwelliges Trainingsangebot einen echten Mehrwert für die Vereinslandschaft bieten kann, aber auch Mädchen motiviert, sich über den Fußball erst einmal sportlich selbst zu entdecken. Ein großer Gewinn für den nicht organisierten Sport.
Wie sieht ihre Partei eine mögliche Olympia-Bewerbung Augsburgs?
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Wir stehen hinter einer Olympia-Bewerbung, da sie auf eine nachhaltige Entwicklung bestehender Sportinfrastruktur aufbaut. Für uns gilt: Nachhaltigkeit, Transparenz und finanzielle Verantwortung müssen oberste Priorität haben. Augsburg kann seine Erfahrungen aus der Kanu-WM 2022 einbringen. Neue Infrastruktur darf nicht für ein kurzfristiges Event entstehen, sondern muss langfristig dem Breiten- und Vereinssport in Augsburg zugutekommen. Hier sind die Weichen über das Bewerbungsverfahren richtig gestellt. Der aktuelle Referatszuschnitt schafft hier ideale Rahmenbedingungen, das haben Großevents wie die Kanu-WM offenbart. Paris hat gezeigt, dass sich Menschen in der ganzen Stadt über Sport- und Kulturangebote aktivieren lassen. Olympische Spiele können damit nah bei, für und mit den Menschen gestaltet werden.
Wo sieht ihre Partei den Augsburger Sport 2030?
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Wir stehen für eine Sportstadt, die Bewegung als Teil der urbanen Lebensqualität versteht: klimagerecht, inklusiv und für alle zugänglich. Sport wird so Teil der Stadtentwicklung und mit Bildungs- und Gesundheitsmaßnahmen verbunden. Leistungssport, Breiten- und Trendsportarten ergänzen sich, getragen von fairer Förderung, Teilhabe und Vielfalt.
Unser Ziel ist klar: Bis 2030 soll Sport in Augsburg für alle zugänglich, wohnortnah und sozial gerecht möglich sein. Das heißt: moderne, sanierte Sportanlagen (dies gilt ausdrücklich auch für die Kanustrecke), ausreichend Hallenzeiten, eine verlässliche Bäderstruktur und starke Unterstützung für die Vereine und vereinsgebundene Aktivitäten.
Wir wollen die Infrastruktur systematisch ausbauen und gleichzeitig bestehende Anlagen nachhaltig modernisieren. Zugleich soll der Sport seine gesellschaftliche Rolle weiter stärken – als Integrationsmotor, als Raum für Jugendarbeit und als Ort der Gleichberechtigung. Besonders den Mädchen- und Frauensport wollen wir gezielt fördern.
So wird Augsburg bis 2030 zur Vorzeigestadt, in der Sport Gesundheit fördert, Gemeinschaft stiftet und Klimaschutz für ein lebenswertes Augsburg mitdenkt.
Sichtbarkeit queerer Themen
Welche Rolle spielen queere Themen im aktuellen Wahlkampf Ihrer Partei?
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Queerpolitik ist für uns ein strategischer Schwerpunkt. Wir begreifen Vielfalt und den Schutz vor Diskriminierung nicht als Nischenthema, sondern als zentrale Querschnittsaufgabe für ein gutes Zusammenleben aller Menschen in unserer Stadt. Das bedeutet: Ob in der Sicherheitspolitik, der Stadtentwicklung, der Pflege oder der Bildung, queere Perspektiven sind bei uns in jedem Fachbereich fest verankert. In einer diversen Stadtgesellschaft wie Augsburg ist die Gleichstellung queerer Menschen für uns kein “ad-on”, sondern ein wesentliches Kriterium für den sozialen Zusammenhalt und die demokratische Kultur insgesamt.
Welche konkrete Maßnahme plant Ihre Partei in der nächsten Legislaturperiode für queere Menschen in Augsburg? Bitte nur eine Maßnahme nennen.
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Wir werden einen verbindlichen queeren Aktionsplan verabschieden, der durch ein eigenes Budget und eine Koordinationsstelle in der Stadtverwaltung die langfristige Absicherung queerer Infrastruktur (wie Beratungsstellen und Jugendarbeit) garantiert.
Befürwortet Ihre Partei ein dauerhaftes queeres Zentrum für erwachsene queere Menschen in Augsburg?
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Ja. Ein solches Zentrum schafft Sichtbarkeit, sichere Räume und niedrigschwellige Unterstützung. Dabei setzen wir auf eine enge Zusammenarbeit mit der queeren Community, um Angebote bedarfsgerecht und nachhaltig zu gestalten.
Welche konkreten Maßnahmen für die queere Community hat Ihre Partei in der laufenden bzw. letzten Legislaturperiode unterstützt oder umgesetzt?
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In der laufenden Stadtratsperiode haben wir die strukturelle Unterstützung der Community priorisiert. Ein zentraler Erfolg ist der Ausbau der städtischen Antidiskriminierungsstelle sowie die finanzielle und räumliche Absicherung der queeren Jugendarbeit, die wir gegen Kürzungsdruck verteidigt haben. Zudem haben wir die fachliche Verankerung queerpolitischer Belange im städtischen ‚Aktionsplan gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit‘ durchgesetzt, was eine verbindliche Arbeitsgrundlage für die Verwaltung schafft. Ergänzend dazu haben wir die Sichtbarkeit durch den städtischen Regenbogenempfang, die Einführung von Unisex-Toiletten bei Neubauten und die Pride-Beflaggung am Rathaus fest im Stadtkalender etabliert.
Sind für queere Projekte oder Strukturen aus Sicht Ihrer Partei eigene Budgetmittel vorgesehen?
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Ja. Wir fordern für die kommende Stadtratsperiode die Einrichtung fester Haushaltsmittel für queere Infrastruktur im Augsburger Haushalt. Die dauerhafte institutionelle Absicherung gibt Initiativen wie dem queeren Zentrum oder guten Beratungsangeboten die nötige Planugssicherheit. Diese kommunalen Eigenmittel sind zudem die Voraussetzung, um komplementäre Fördergelder von Land, Bund und EU überhaupt effektiv abrufen und kofinanzieren zu können.
Glauben Sie, dass sich queere Menschen im aktuellen Kommunalwahlkampf ausreichend angesprochen fühlen – und warum?
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Wir nehmen wahr, dass das Bedürfnis nach politischer Verlässlichkeit und wirksamem Schutz vor Anfeindungen in der Community enorm gewachsen ist. Als Grüne machen wir durch eine diverse Kandidat*innenliste und klare programmatische Kanten ein starkes Angebot. Gleichzeitig verschließen wir nicht die Augen vor der Realität: Steigende Zahlen queerfeindlicher Übergriffe erfordern mehr als nur Symbolik. Queere Menschen fühlen sich dann angesprochen, wenn Politik nicht nur Flagge zeigt, sondern konkrete Präventionsarbeit, Beratungsstrukturen und diskriminierungsfreie Räume garantiert. Unser Anspruch ist es, Sichtbarkeit mit echter gesellschaftlicher Rückendeckung zu unterlegen.